Karies- und Parodontoseerkrankungen

sind die häufigsten Krankheiten in unserer modernen Industriegesellschaft. Man kann sich jedoch wirksam und dauerhaft vor Zahnschäden schützen. Neben der regelmäßigen Zahnarztkontrolle gibt es noch weitere Möglichkeiten der Karies- und Parodontosevorsorge.

1. Professionelle Zahnreinigung

Die professionelle Zahnreinigung ( PZR ) umfasst eine vollständige Entfernung versteckter und auch mineralisierter Zahnbeläge oberhalb ( Zahnstein ) und unterhalb ( Konkrement) des Zahnfleisches mit dem Ultraschallgerät und mit Handinstrumenten ( Scaler )bzw. Sandstrahler ( Airflow ).. Anschließend wird mit einem rotierenden Gummikelch und Polierpaste hochglanzpoliert und restliche Verfärbungen beseitigt .Abschließend werden zum Schutz des Zahnschmelzes alle Zahnoberflächen mit Flouridlack behandelt und das Zahnfleisch mit einem entzündungshemmenden Medikament touchiert.

Einige Krankenkassen übernehmen einen Teil der Investition für diese Behandlung.

2. Intensivprophylaxe

Lokale Fluoridierung
Regelmäßig, d.h. 3-monatlich angewandte Fluoridlacke schützen vor Karies und geben dem Zahn die Widerstandkraft einer gesunden Zahnoberfläche zurück.
Vom 6.-18-Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten halbjährlich.

Fissurenversiegelung
Die Kaufläche der Backenzähne besteht aus vielen kleinen Rillen und Furchen. Dies sind die Prädilektionsstellen für Karies.
Vom 6.-18. Ein wirksamer und nachhaltiger Schutz gegen Karies ist die Versiegelung gesunder Backenzähne.
Vom 6.-18. Lebensjahr zahlt die gesetzliche Krankenkasse die „große“ Backenzähne ( Molaren).
Die Fissurenversiegelung der „kleinen “ Backenzähnen (Pämolaren) ist empfehlenswert.

Keimtest
Der Keimtest ist ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel im Rahmen der Parodontosebehandlung .Mittels einer molekularbiologischen Methode können Bakterien schnell und sehr sensitiv identifiziert werden. Erkrankungen des Herzens, Diabetes, Hirninfarkte, Frühgeburten können durch Parodontosekeime provoziert werden. Mittels Keimtest und falls notwendig anschließender gezielter Behandlung können diese beseitigt und Risikopatienten geholfen werden.